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Der Saurüssel - gegründet 1984 - war viele Jahre DIE unabhängige Mühlviertler Zeitschrift, mit quartalsweiser Erscheinung und einer Auflage so um die 800-1000 Stück.

Ich war seit der Nummer 2a mehr oder weniger festes Redaktionsmitglied, Co-Layouter und ab der Erstellung der Zeitung auf dem Computer (so ab 1987/88 - es war das damals ein Atari 1040 STF) Redakteur und Setzer zugleich.

Was letzlich auch ein großes Poblem für den Saurüssel wurde, denn als 1990 zuerst Mastermind Brigitte Menne sich zuückzog und ich so um 1990/91 dann meine Tätigkeit zurückgelegt habe, mußte die Arbeit am Computer wer anderer übernehmen - und das war in der damaligen Zeit noch keine Selbstverständlichkeit. Dieser Übergang war nicht so einfach zu bewerkstelligen. Auch schieden zu dieser Zeit noch weitere Mitarbeiter aus. Der Aderlaß war (zu) groß. Der Saurüssel ist dann noch eine Zeit lang halbjährlich erschienen, als Doppelnummer, um dann im Jahr 1993 endgültig zu entschlafen - es hat sich niemand mehr gefunden, die Arbeit zu machen und fortzuführen.

 

Diese Seite soll einen Überblick geben über die Art der Zeitschrift, über Ihre Geschichte.

Ich bringe dazu den Beitrag von Brigitte Menne aus der Jubiläumsnummer 20, also zum damals 5. Geburtstag des Saurüssel, aus Herbst 1989

Wie   entsteht   eine   Zeitung?
Wahrscheinlich oft aus einem
tiefen Gefühl der Ohnmacht und
Unzufriedenheit über den Fluß
zeitgenössischer Information, ihrer
Auswahl und der Weise ihrer
Präsentation von einer überge-
ordneten Ebene herab auf die
"Lesergemeinde". Im Fall des
SAURÜSSELS  waren  es  zwei
knapp Zwanzig-Jährige, die sich in
der allgemeinen kulturellen Ver-
sulztheit und Regungslosigkeit auf
dem Lande, konkret: im Oberen
Mühlviertel, nicht mehr ergeben
wollten. "Selbst müßte man eine
Zeitung machen". So ähnlich muß
wohl der junge Andreas Höllinger
aus Putzleinsdorf, damals noch
Behindertenbetreuer in Hartheim,
dem nur etwas älteren Georg
Schwarz seinen Unmut geklagt
haben.   

Es   spricht   für   die
grundsätzliche Begabung Georgs
zum Regionalbetreuer, daß er das
persönliche Anliegen von Andreas
als ein regionales erkannt hat, und
daß er ihn mit anderen Leuten zu-
sammengebracht hat, die sein
Anliegen   teilten.   Unter   den
Akteuren   des   Regionalvereins
(Siehe VEROM im Impressum)
fanden sich Männer und Frauen,
die    genügend    Mut    und
Unternehmungsgeist aufbrachten,
um die Anregung von Andreas und
Georg aufzugreifen, und die Idee
von einer unabhängigen, eigen-
ständigen "Zeitung der Mühl-
viertler/innen" mit ihnen gemein-
sam zu verwirklichen.            
Andreas ist der Einzige aus der
Gründergeneration           des
SAURÜSSELS, der bis heute noch
in der Redaktion mitarbeitet.

zur Besprechung der Idee einer
solcherart kritischen Rgionalzei-
tung fand am 26. Jänner 1984 in
Aigen  statt.  Zugegen   waren: Andreas Höllinger, Georg Schwarz
und Dr. Bernhard Heindl (Pehers-

 

 

dorf, Philosoph und Weber, damals
noch Obmann des VEROM), Anni
Wall-Strasser (Aigen,  Pastoral-
arbeiterin), Robert Bräuer (Has-
lach,  Organisationssekretär der
KAJ), Franz Praher (Rohrbach,
AHS-Lehrer),  Waltraud  Winkler
(Aigen, Sozialarbeiterin). Erstmals
wurde versucht, inhaltliche Vor-
stellungen einer "anderen Mühl-
viertier    Regionalzeitung"    zu
artikulieren: Die Zeitung sollte
Beiträge   zur   Regionalpolitik,
Ökologie,  Regionalanalyse,  der
Geschichte des Mühlviertels und
Erfahrungsberichte z.B. aus der
Arbeits- und Schülerwelt bringen,
sich aber auch mit regionaler
Kultur und bemerkenswerten Ver-
anstaltungen beschäftigen. Ins-
besondere sollte die Zeitung eine
Koordinierungsmöglichkeit    aller
Äußerungen    von    kritischen
Personen und Gruppen des Bezirks
darstellen, z.B. der Volkshoch-
schule, der Betriebsseelsorge, der
kath.     Arbeiterjugend,     der
Filmclubs, des Jazz-Ateliers und
der im Bezirk tätigen "Basis-
gruppen", wie der Amnesty-, der
S.Welt- und der Friedensgruppen
usw. (Die Informationen über die
Anfänge des SR stammen im
wesentlichen aus Aufzeichnungen
von Bernhard Heindl, der bis 1987
in der Redaktion mitgearbeitet
hat.)

 

 

Im Herbst 1984 sollte die Null-
Nummer dieser Zeitung erschei-
nen. Bei einem Treffen im April
teilte sich die Ur-Redaktion in
Zuständigkeitsbereiche   auf:   B.
Heindl für Landwirtschaft, Re-
gionalgeschichte und 3.Welt; F.
Praher für  Erwachsenenbildung
und Kultur; A. Strasser für die
Arbeitswelt;   G.   Schwarz   für
Regional- und Gemeindepolitik; A.
Höllinger für das Lay-Out und B.
Menne für das Titelblatt. (Ich
selbst war erst 1983 von der Stadt
Salzburg herauf ins Mühlviertel
gezogen, mein Jüngster war noch
an der Brust - ich selbst in Karenz.
Mein   Bedürfnis   nach   außer-
häuslicher Betätigung und nach
Kommunikation zwecks Einwur-
zelung in meiner neuen Heimat
waren dementsprechend stark. So 
kam   mir   die   Mitarbeit   am
entstehenden SAURÜSSEL sehr
gelegen. Erst ein Jahr darauf habe
ich meine jetzige Tätigkeit als
Kulturarbeiterin aufgenommen, auf
Grund dessen ich mich dann auch
stärker  für  den   SAURÜSSEL
engagieren konnte).

 

In der Nr. 1 zeichneten außer A.
Höllinger noch G. Schwarz und
Heinz   Duy   (damals   in   der
Koblmühle, Gem. Sarleinsbach),
der ab da - bis heute - für die
Abo's verantwortlich ist, für die
Redaktion. Ab der Nr. 2 gesellten
sich B. Heindl und ich dazu. Im
Herbst 85 war im VEROM eine
heftige   Diskussion   um   den
SAURÜSSEL entbrannt, die vor
allem von den Regionalbetreuern
Heiß!  und Bergmayer genährt
worden ist: "Der SAURÜSSEL sei
kein Vereinsorgan, schreibe was er
wolle, die Leute verstehen nicht,
was   der   Verein   mit   dem
SAURÜSSEL zu tun habe; die»
Regionalbetreuer hätten Schwie-
rigkeiten wegen dem SR, trauten
sich   nicht   mehr,   ihn   zu
propagieren.... Krenn und Breid

 

hätten (in der Sondernummer 2 a,
die E. Matscheko - Schafbauer und
Techniker - persönlich zeichnete)
nicht angegriffen werden dürfen,
denn breite Teile der Bevölkerung
stünden hinter ihnen....". (Auch das
von mir anläßlich des ersten
SAURÜSSEL -Festes gestaltete
Titelblatt  der  Nr.   4     mit
geflügelten,    der    Lustbarkeit
hingegebenen Schweinchen hatte
den    Unmut    von    konser-
vativ-katholischen Kreisen erregt).

 

 

"Weiters sei der SR für den
Normalverbraucher  zu  "kultur-
betont, zu kritisch, zu negativ,
ohne      positive      Lösungs-
vorschläge." Das Konzept der
Regionalbetreuer zur Ausgliede-
rung des SR aus dem VEROM
wurde jedoch vom Vorstand nicht
angenommen. Im November 85
kam es zur zweiten öffentlichen
Sitzung des VEROM zum Zwecke
der Kritik am SAURÜSSEL, der die
Kritiker jedoch ganz unerwartet
fernblieben,     die     zahlreich
erschienen     "Sympathiesanten"
hingegen stellten überraschender-
weise fest: Der SR ist "zu wenig
bissig und scharf, hinsichtlich
Korruption und Manipulation der
Bevölkerung sei er viel zu milde.
Die Zeitung sollte aktueller und
konkreter sein, mehr politische

Entscheidungswege    aufzeigen,
sachlicher argumentieren, mehr
Schweinereien sollten aufgezeigt
werden, noch mehr Leute sollten
zu Wort kommen."

Als Folge davon zeigte sich mit
einer Erweiterung der Redaktion

durch Hans und Anneliese See-
bacher und Gabi  Wögerbauer
anläßlich der Winternummer 85/86
eine erste Blüte des SR. Die
satirische und bereichernde Feder
von Hansi Seebacher blieb dem SR
nur von Nr. 5 bis einschließlich
Nr.8 gewogen. Auch Alois Reiter
beteiligt   sich    seit   diesem
Zeitpunkt an der redaktionellen
Arbeit.

Der SR hat die Identitätskrise des
VEROM überlebt, die Regional-
betreuer, die den SR gern als
Propagandablatt für ihr eigenes
Marketing   verstanden   wissen
wollten, sind bereits ein Jahr
später    gegangen.   Mit   der
Redaktionssitzung vom Jänner 86
war aber klar, daß der SR "kein
Vereinsorgan  mit  Propaganda-
sprache, kein Pseudo-Fachblatt
war,      keine     unengagierte
Plakat-Ideen-Verbreitung  betrei-
ben sollte....".

Herbert und Anni Roth fanden sich
ab der Nr. 6 ein: Noch heute ist
Herbert für den Handverkauf und
für die Finanzübersicht verant-
wortlich.

Im Sommer 86 ist Gabi. W. nach
Graz  verzogen.  Im  darauffol-
genden   Herbst   ist   Veronika
Lengauer,   Sozialarbeiterin   aus
Kefermarkt, zu uns gestoßen, die
einen weiteren Aufschwung für
den SR gebracht hat. Durch die
Intervention des Regionalbetreuers
Ernst Miglbauer hatte sich der
FREI (Regionalverein des Unteren
Mühlviertels) für den  SR  zu
interessieren    begonnen;    er
zeichnete von Winter 86/87 bis
Frühling 89 als Mitherausgeber,
wurde   aber   dann   von   der
Redaktion   wegen   ausständiger
Verpflichtungen   (ideeller   und
finanzieller) wieder entlassen.

Seit der Nr. 10 zeichnet der
Spengler Klaus Wolfinger aus
Tragwein, jetzt Gallneukirchen,
mitverantwortlich in der Redak-
tion; andererseits hat sich seit der
Nr. 11 Bernhard Heindl daraus
zurückgezogen, stattet den SR
jedoch   weiterhin   mit   seinen
wertvollen Beiträgen aus.

Im Frühjahr    87 melden die
Redaktionsnachrichten:   "Eisiger
Wind bläst heutzutage allen ins
Gesicht" , die Auseinandersetzung
mit den Regionalbetreuern und

ihrer Auftraggeberin, der ÖAR
(dem      Dachverband      der
Regionalvereine) sind auf dem
Höhepunkt.    Die    allgemeine
Verunsicherung ist deutlich, wenn
auch    der    vom    VEROM
veranstaltete   "Erdsegen"    im
Frühling ein großer Erfolg und ein
Auftrieb (vor allem für unsere
Bauern) gewesen ist.

Seit der Nr. 11 ist Gerhard Pilz mit
von der Partie.  Im Sommer 88
wandert Veronika ab, während die
aus   der    BRD    stammende
Kindergärtnerin Gabi Landertinger
(Neufelden) zu uns stößt. Im
Herbst 88 bekommen wir noch
willkommenen   Zuwachs   durch
Maria Arnreiter, Kulturarbeiterin in
Freistadt,  seitdem  ist  unsere
Redaktion   ein   und   dieselbe
geblieben. Nicht zu vergessen sei
auch  das emsige  Schwärmen
unserer    "Honigbiene"    Maria
Honsig,   Religionslehrerin   aus
St.Martin, die uns von Anfang an
durch   wertvolle   Tips&Tricks,
sowie   durch   herzerfrischende
Neuigkeiten aus ihrer Feder die
Treue gehalten hat, wenn sie auch
nie ins Impressum gedruckt sein
wollte - sowie unseren Frischling
Jutta  Mitter,   Maturantin   und
Mutter aus Rohrbach.

Die Nummern 0 und 1 : Fa. Wallner
in   Niederranna,   seitdem   auf
Umweltschutzpapier   durch   die
Druckerei Steurer in Linz.
Das Layout wurde bis zur Nummer
15 händisch erstellt, seither setzen
wir den SR auf einem ATARI
1040ST.

 

  

mit dem Untertitel "Mühlviertler
Landbote" kam nach längeren
Diskussionen    zustande.    Der
Hauptname stammt von mir: er
schien mir lustig, aggressiv und
mühlviertlerisch genug, um unsere
Intentionen kurz und bündig aufs
Titelblatt   zu   bringen.   (Zur
Erinnerung: Der "Saurüssel" ist der
Berg, der von Linz aus kommend,
überwunden werden muß, um ins
Obere Mühlviertel zu gelangen -
heute auf einer erst im Vorjahr
ausgebauten,     zum     Rasen
einladenden Straße. Unsere neue
Zeitung sollte sozusagen  den

 

 

Eintritt  ins  Obere  Mühlviertel
spirituell    ermöglichen   mittels
durch sie vermittelte Kenntnisse
und Informationen.

In bewußter Anlehnung an die
genau vor 150 Jahren von Georg
Büchner (1834) gegründete erste
sozialistische Kampfschrift, den
"Hessischen Landboten", brachte
Bernhard Heindl den Untertitel ein.

 

VORBERICHT


Dieses Blatt soll dem hessischen
Lande die Wahrheit melden, aber
wer die Wahrheit sagt,  wird
gehenkt; ja sogar der, welcher die
Wahrheit   liest,   wird   durch
meineidige   Richter   vielleicht
gestraft.   Darum   haben   die,
welchen dieses Blatt zukommt,
folgendes zu beachten:

1. Sie müssen das Blatt sorgfältig
außerhalb ihres Hauses vor der
Polizei verwahren;

2. Sie dürfen es nur an Freunde
mitteilen;

3. Denen, welchen sie nicht trauen
wie sich selbst, dürfen sie es nur
heimlich hinlegen;

4. Würde das Blatt dennoch bei
einem gefunden, der es gelesen
hat, so muß er gestehen, daß er
es eben dem Kreisrat habe bringen
wollen;

5. Wer das Blatt nicht gelesen hat,
wenn man es bei ihm findet, der
ist natürlich ohne Schuld.

 

Friede den Hütten. Krieg den
Palästen
.

 

 

 

 

 

 Die  auch  im  oben  zitierten
"Hessischen Landboten" zu Tage

tretende    "Anstößigkeit"    von
kontroversiellen Schriften in der
Provinz    bekam    auch    der
SAURÜSSEL   gelegentlich   zu
spüren. Lange wurde er z.B. in uns
bekannten Trafiken mit anderen,
der Jugend verbotenen Schriften,
unter der Budel gehandelt: heute
liegt er hier züchtig versteckt bei
den    "politischen"    Magazinen
(hinter dem Profil).

 

kam unter Mitwirkung von A.
Höllinger, B. Heindl, F.Praher,
G.Schwarz und mir zustande. Sie
umfaßte 20 Seiten und beinhaltete
folgende Artikel: Zur Anatomie der
Zeitung;   Warum   heißt   der
SAURÜSSEL Saurüssel; Grabe, wo
du stehst; Was steckt hinter dem
Verein für eigenständige Regional-
entwicklung;          Nicaragua;

Baumlyrik; Arbeitslos; Hier spricht
der       biolog.       Landbau;

Erfahrungsbericht     aus     der
Koblmühle; Tips&Tricks.

Autoren    waren    außer   den
genannten     Personen     der
Redaktion: Eine Schülerin, die
anonym bleiben wollte (Nicaragua-
Bericht), ein Hauptschüler, Anni
Wall-Strasser,     Karl     Radler
(Pensionist), Heinz Duy (Bäcker
und Lebenskünstler) und G.M.
Hopkins   (engl.   Schriftstellerin
1844-89).

 

wurde vorgestellt als:  

- "Sprachrohr für freiwillige und
unfreiwillige   Arbeitslose,   Alte,
Kriminelle, Frauen, Exzentriker,
Lehrlinge,  Schüler,  Behinderte,
Landstreicher und andere Normale.

- Spielwiese für Ideen, Tablett der
Früchte der Phantasie,  Blick-
punkte, Sichtweisen, Satiren...
Kritisch und offen für Probleme
und Anliegen unserer Region - für
unsere Region".

 

"Unabhängig, offen, frei...bestrebt,

eine Kommunikation unter allen
Gesellschaftsgruppen zu schaf-
fen." Nach Auswertung des in der
Null-Nummer präsentierten Frage-
bogens wünschten sich die Leser
damals besonders Beiträge zur

Regionalpolitik,       Regionalge-
schichte, Emanzipation, Träume,
Landwirtschaft. Weiters: Witze,
Ernährung/Gesundheit, philosoph.-
theolog. Spekulationen, Gedichte,
Tauschvermittlungen, "Überregio-
nales",     Informationen     zum
Umweltschutz.

 

Rückblickend auf die Ausgangs-
situation des SRs erscheint mir
folgendes bemerkenswert:

- Die Idee zur Regionalzeitung
kam    von    außerhalb    des
Trägervereins VEROM. Andreas
Höllinger zählt bis heute nicht zu
dessen Mitgliedern, blieb aber bis
heute der Redaktion als "aktiver"
Mitarbeiter  treu (wahrscheinlich,
weil  er von den zahlreichen
sonstigen Aktivitäten des VEROM
unberührt seine Kräfte erhalten
konnte). Bernhard Heindl  und
Robert   Bräuer,   zwei   stark
engagierte Mitarbeiter, brachten
ihre journalistische Energie nur
eine Zeitlang (B.H. bis 1987 oder
sporadisch,    wie    R.B.)    ins
gemeinsame Blatt. Franz Praher
zog sich ab der Nummer 3 vom
SR, nicht aber vom VEROM
zurück,  gründete  im  eigenen
Umfeld die VHS-eigenen "FIND-
LINGE". Anni Wall-Strasser und

Waltraud   Winkler   sind   weg-
gezogen.

 

- Aus der Zusammensetzung der
Ur-Redaktion und aus den von ihr
seit Beginn formulierten Zielen
(konfessions-,  partei-,  schicht-
übergreifend)   läßt   sich   eine
ausgeprägte  Heterogenität  der
Inhalte des SRs feststellen. Der
SAURÜSSEL war von Anfang an
bunt und in sich widerspruchsvoll:

bis heute hat die Grundsatzdis-
kussion innerhalb der Redaktion
nicht aufgehört, was sich zuletzt
in ähnlichen Fragen wie: "Sind wir
zu negativ? Urteilen wir zu häufig?
Ist Agressivität prinzipiell negativ
zu bewerten? Was sind "positive"
Darstellungsweisen, was "nega-
tive"?   Wie   hoch   ist   der
Informationswert unserer Zeitung
einzuschätzen? " äußerte.

 

Unterschiedliche Kräfte waren und
sind beim SR am Werk, doch wir
stellen uns der Diskussion, halten
der Zereißprobe, die im Grunde
alle  "alternativen"  (lebendigen)
Gruppierungen   bedroht,   stand.
Zweimal jedoch haben Mitarbeiter

 

die Redaktion wegen inhaltlicher
bzw. wegen formaler Differenzen
verlassen: 1987 Karl Radler in der
Diskussion um die Bewertung des
"Gedenkjahres" und 1989 Max
Danecker.

- Mit Ausnahme von mir hat die
Ur-Redaktion aus Mühlviertlern
bestanden.  Der  oft  erhobene
Vorwurf, der SR sei eine Art "Exil-
Zeitung von Stadtflüchtern", ist
weder für seine Gründung noch für
die heutige Zusammensetzung der
Mitarbeiterinnen zutreffend.

- Die Grundmotivation, mit dem
SR ein Medium zu schaffen, das
den      geringen      geistigen
Toleranzspielraum ausnütze, um
ihn systematisch zu erweitern, gilt
bis heute. Dazu sollte die Zeitung
zwischen   den   Klippen   der
Diplomatie und dem unbequemen
Aufzeigen   von   Sachverhalten
sowie    von    gesellschaftlich
tabuisierten           Grauzonen
hindurchsegeln lernen. Der frisch
in die Welt gesetzte Frischling
sollte zum "Stein des Anstoßes"
werden, andererseits aber selbst
verletzbar,     angreifbar     und
beweglich bleiben gegenüber den
Rückmeldungen und den Anliegen
der Leserschaft.  

Wann hat der SAURÜSSEL mehr
oder minder erfolgreich tabuisierte
(unanfechtbare,    verschlossene)
Grauzonen    der    Gesellschaft
angetastet? Mit der Nummer 1 ist
der   SR   gleich   kräftig   ins
Fettnäpfchen   der  Land-Bürger
getreten: wer wagte bisher eine
der denkmalgeschützten heiligen

 Kühe der traditionellen Ordnung,
die Schule, anzugreifen? Und der
SR übergab das Mikrofon gleich
einem Kind, das sein schrilles "Die
Schule ist blöd" in die heile Welt
der  Duckmäuser  hineinschmet-
terte. In Nummer 5 folgte ein
Verriß  der  schulischen  Gruß-
Dressur mit der vom selben Bengel
entwickelten     "Begrüßungsma-
schine", wenn auch in der Nr. 4
mit der "Lebensluft der neuen
Schule" von Genia Schwarzwald
schon    eine    frische    Brise
belebender Utopien den Kaser-
nenmief der "Schulwelt" durch-
kreuzte. Es folgte der lebendige
Lichtblick, die fortlaufende Wür-
digung der Schule der Kinder, der
inzwischen     wegrationalisierten
Schule in Haid bei Königswiesen
von Richard Pils ("Vom Wohnen
und Reisen" - SR Nr. 8), eine
praktizierte    Alternative    im
Heimunterricht ("Ja derf ma denn
des überhaupt" in SR Nr. 12) und
ein Frontalangriff auf die im Bezirk
Rohrbach herrschende Praxis der
"Umwelterziehung": "Die Schule
repetiert" in Nr. 15. "Der ganz
normale Skandal" war so normal
und   die   Angegriffenen   so
reptilienartig starr, daß der Stich
ins Leere ging: der selbe Artikel
hätte in der "Rundschau" Aufsehen
erregt, nicht aber im SAURÜSSEL,
der die breite Öffentlichkeit nicht
erreicht und deshalb auch nicht
erregt. Ich vertrete seitdem die
Meinung, daß der SAURÜSSEL die
Narrenrolle spielt im Drama der
Medienmächtigen und er sich alles
leisten kann.

Nr. 16 brachte "Erziehung zum
Antifaschismus" und "Schule ohne
Aussonderung".

 

Der von Alois Reiter in Nr. 1
persiflierten    Eröffnung    einer
heiligmäßigen Messe des Konsums
stellten wir die Eröffnung des
Supermarktes auf dem Weg über
die Oberlichten gegenüber: Ein
"echter  Einbrecher"  beschreibt
sein illustres Handwerk - und in
der Nr. 2 stellt er sich selbst vor:

"Mit 12 Fingern geboren". Nach 2
Jahren in Freiheit ist Joe von
Vanni wieder "intern" aufgetaucht
- für den SAURÜSSEL ist es
erfreulich, weil er uns wieder

 

 

 

Beiträge schickt als "Joe von der
Weiden" - hinter neuen Gittern,
wo er sich's leisten kann, wieder
zu schreiben.

' In der Nr. 15 folgte "Nullpunkt",
der die Haslacher Punks zu Wort
kommen     ließ,     und     die
Dokumentation einer Außenseiter-
veranstaltung in Gutau.
Wie     schon     in     unserer
Erstvorstellung identifiziert sich
unsere Zeitung mit den Verfemten,
den  Nicht-Seßhaften,  Aus-der-
Rolle-Gefallenen     als     den
"Normalen", weil sie ihre eigene
Existenz     als     eine     Art
"Samisdat-Presse"   mit   "dissi-
denten" Autoren auch nur als
höchst folgerichtig und normal
ansehen kann.

 

 

 

 

Die schon in Nr. 1 verlautete
Nachricht der Redaktion an die
Leser, unser Landbote wolle "in
die herrschende Geistesbeschrän-
kung einbrechen, um darin Luft zu

 

 machen" und "vielerlei Sprachen
und Themen über die üblichen
Grenzen hinwegtragen", um "keine
Einhelligkeit    der    Meinungen
zuzulassen" zielte natürlich auch
auf die Frauen,  diese meist
schweigende Mehrheit und in der
Öffentlichkeit traditionell ausge-
sparte   erste   Minderheit   der
Bevölkerung. In eigener Sache
meldete ich mich erstmals im
"Scheiterhaufen" zu Wort, damit
die Rollenzwänge, in denen ich
mich  selbst  gefangen  wußte,
infragestellend. In der gleichen
Ausgabe   schreibt   die   junge
Krankenschwester Gabi Wöger-
bauer in den Redaktionsnach-
richten    "Mädchen-Alp-Träume"
von ihrer häufigen Angst vor
Vergewaltigung. Es folgten in der
Nr.7 "Der blühende Mohn oder wie es uns sogeht", eine der stärksten
Artikulationen    zeitgenössischer
weiblicher Befindlichkeit von der
Bäuerin   Sophie   Brandstetter,
neben   "Erotische   Bilder   im
Volkslied" von Susanne Lach, die
den männlichen Frauenkonsum in
Liedern untersuchte. In Nr. 9
kritisierte bereits eine Leserin
(Paula Matscheko) meine in der
Vornummer ("Ein  Vorwort zur
Erotik") getroffene Unterscheidung
von Erotik und Sexualität. In der
Nr. 10 rührte ein junger Mann(!),
Gernot K., an ein stark
tabuisiertes Thema:  Die Ver-
gewaltigung in der Ehe. Mit
"Puppe abwerfen  und  Selbst-
verantwortung" meldete sich in der
Nr. 12 neuerdings S. Brandstetter
zu   Wort,   in   "Eierlegen   im
Drahtkäfig"   legte  eine junge
Webereiarbeiterin ihre Arbeitsbe-
dingungen   offen,   und   zwei
Mühlviertlerinnen berichteten über
ihre Teilnahme am "Weltkongreß
der Frauen in Moskau". Die Nr. 13
brächte   das   "Märchen   vom
Margaretha-Lied". Es folgte in Nr.
15   ein   Schrei   nach   der
Bäuerinnenpension,  ein Bericht
über "Das Ansehen der Bäuerin"
und "Wasser und Freiheit" (über
die Teilnahme an einem Frauen-
seminar in Mali). Nr.16: Über
"Land-Frauen-Leben", und Nr. 17
wieder   ganz   stark   in   der
tabuisierten Frauenfrage: "Maria
im Zeitalter des Kapitalismus",
zum Erziehungsgeld: "Schafft die

 konventionelle Arbeitsteilung" ab"
und "Die Zukunft ist weiblich",
"Ein Bund für Bäuerinnen" (Nr. 18)
und "Das Bier und die Frau (Nr.19).

Festzuhalten   ist   in   diesem
Rückblick auf unsere fünfjährige
SAURÜSSEL-Arbeit,  daß  nicht
wenige Frauen - auch ich - durch
die vom (androgynen) Landboten
ausgehende   Ermutigung   und
Ermunterung sich erstmals getraut
haben, in einer Zeitung mit der
eigenen Weltsicht hervorzutreten.
Ich glaube, dies ist eine nicht zu
unterschätzende, die gewöhnlich
männlich dominierte Monokultur
der Provinzpresse (und darüber
hinaus) unterwandernde Leistung
des SAURÜSSELS.

 

In diesen Bereichen konnte der SR
in mehrfacher Hinsicht wertvolle
Aufbau-,    Informations-    und
Dokumentationsarbeit leisten.

 

1. Mit der nicht spekulativen, sach-
lichen Informationestätigkeit des
eigentlich        "metierfremden"
selbsttätigen Forschers in Sachen
Landwirtschaft, Bernhard  Heindl:

Von Anfang an waren seine Bei-
träge "Aus der Landwirtschaft" in
Ihrer engen Verflechtung mit der
3. Welt eine unverzichtbare Orien-
tierungshilfe für Agrarier und
Konsumenten. Weitere Beiträge
erschienen   zum   biologischen
Landbau,  zu  Zusammenhängen
von Hunger und Überfluß, zu den
Agrarimporten,   zur  industriali-
sierten Landwirtschaft i. d. USA,
zum Pestizideinsatz, zu Schär-
dinger, zum Naturgarten, "Aus Brot
werden Steaks", Auswege aus der
Krise,  "EG-  Chance für die
Bauern?".

 

2. Die regionalpolitische Interes-
sensgemeinschaft   der   Bauern
gegen den geplanten Ausbau der
Variante 5: Bereits mit der Nr. 2a
hat  der  SR  die  V5-Gegner
gesponsert: Diese Nummer wurde
zur Gänze von E. Matscheko
gestaltet  unter  Mitarbeit  von
Andreas Höllinger, von dem auch
die Idee zu dieser Sondernummer
stammte: sie wurde von den

 

 

betroffenen Bauern zur Gänze
finanziert. Matschekos Artikel ist
von den ca. 20 versammelten
Bauern gutgeheißen worden. In ,
den    betroffenen    Gemeinden
Altenfelden,  Lembach,  Hörbich
und Putzleinsdorf wurde die Nr. 2a
an jeden Haushalt geschickt. Die
Reaktionen waren vielfach poitiv,
aber teilweise auch sehr entrüstet
(wegen Beleidigung des berühmten
Herrn Krenn, der - ohne seinen
2fachen     Doktortitel  -   auch
"Gastarbeiter  in   Deutschland!"
genannt worden ist). Der LA und
Bürgermeister   von   Atzesberg
Leitenbauer drohte dem SR in
diesem Zusammenhang mit einer
Klage wegen einer ihm angeblich
unterstellten Äußerung. Der SR
konnte mit einem humorvollen
Widerruf in der Nr. 3 die Klage
jedoch abwenden.

In   beinah   allen   Nummern
berichtete der  SR  über  die
weiteren    Bemühungen    der
Straßengegner: Im Juli 85 ging
eine weitere Sondernummer (15a)
zur V5 in die Lande, als der
Oberste     Gerichtshof     die
Beschwerde der  14 enteigneten
Bauern für zurecht erklärt hatte.
Festzuhalten ist, daß der Kampf
um die Verhinderung der V5 nicht
ausgestanden ist. In der Zwischen-
zeit aber sind die Kräfte erheblich
zusammengewachsen: der VEROM
mit den Straßengegner und diese
wiederum mit dem SAURÜSSEL,
während     andererseits     die
öffentliche  Meinung   auch   in
Zusammenhang mit anderen sinn-
losen Straßenbauten in OÖ sich
eher zugunsten der Straßengegner

 

 verändert hat.

 

In   Zusammenhang   mit   der
Diskussion  um die V5 und den
inzwischen ausgestandenen Kampf
gegen Wackersdorf wurde im SR
auch  (angeregt durch  Günter
Anders) eine Grundsatzdiskussion
um   die   Gewalt   oder   die
Gewaltfreiheit   im   politischen
Widerstand geführt (Sr Nr. 10).
In bewußter Verknüpfung zu den
aktuellen Widerstandsbewegungen
der Agrarier brachte E. Matscheko
in 2 Folgen seine Geschichte der, Bauernkriege "Es mueß seyn!" (SR 11 u. 12)

 

3. Auch das Wachsen der im
Mühlviertel beheimateten "Agrar-
Opposition"      der      Österr.
Bergbauernvereinigung    und der
neuen Bio-Bauern von "Erde &
Saat*. "Das Weizenattentat in
Rohrbach" hat der Saurüssel dokumentiert

 

4. Die Beiträge zu einer neuen
Lebensmittel- und Vermarktungs-
philosophie:   "Geschichte   des
Glykols" (v. Hans Diwald), Käserei,
Schwierigkeiten, der Rohrbacher
Bauernmarkt, Cäsiummilch, Die
Muli,   Das   Dilemma   unserer
angereicherten   Nahrung,   Der
Mensch ist, was er ißt, Halbzeit
oder   Mahlzeit,   Das  Lebende
Wasser,   Sein   oder   Werden,
sG'wölb'.   "Vom   Anfeil-   und
Fürlagzwang   und   der   freien
Marktwirtschaft";

Wildkräuter, Haltbarmach-Schlau-
meiereien,  Biwak  im  Schnee,
Winke für Flaschen, Honig-Nektar,
Vollwert-Gebäck;

Die Beiträge zum Rausch- und
Suchtverhalten in der Nr. 19

 

 

 

schlug sich von Beginn an in
grundsätzlichen Beiträgen nieder:Die Zukunft wird ohne Atomkraft
sein. Zur Elektrizitätsversorgung;zur Flurbereinigung; das Anlegen
von   naturnahen   Hecken;   Zu
Wackersdorf; Der     Naturgarten; Keine Einmischung      in
Drogenfragen; Die Moldau wird
verdampft;   Hausmüll;   Wasch-
mitteleinsatz; zum Dorfertal; Zum
Niedergang  des  Waldes;  Zur
Stromschiene nach Temelin; Die
Selbstentsorger; Auf freiem Land; "Tschernobylder", ein kraftvoller
lyrischer Zyklus von Alois Reiter.

"Von den modernen Allergien
unter der Herrschaft des Geistes"
von B. Heindl war auch ein
wesentlicher     Beitrag     zur
Humanität   der   Arbeit;   "Die
Entwicklungssucht der Moderne" v.
S. Groeneveld; Dokumentation von
Umwelt -Aktionenen in der Region: Der Bauer  Amerstorfer  klagt
Wackersdorf,     Fahrt     nach
Wackersdorf,     Bericht     von
Hainburg, Protest gegen die 110
KV-Leitung,  zur Giftstätte im
Weinbergholz,     die     Selbst-
entsorger,     Pühinger     lügt.
"Konzertreise gegen den Atom-
krieg", "Musik gegen Atom".

1 REGIONALGESCHICHTE:

Textilarbeiterstreik   in   Haslach;

Der    Bauernadvokat    Mathias
Brandl; Die Schule in Aigen 1824;

Tagebuchaufzeichnung      einer
Bäuerin 1933-47; Kinder schreiben
eine Dorfchronik; Die Revolution
von Reichenau; Ein Speisekarten-
vergleich; Der kleine Unterschied;

Die Entstehung der Gasthäuser in
Paris.

 

2 ZEITGESCHICHTE:

"Geschichtlicher   Abriß   eines
Österreichers" in Fortsetzungen;

Lehrzeit vor 60 Jahren; Stichwort:

Vergangenheitsbewältigung; Weih-
nachten eines Frontsoldaten; Aber
sagen Sie nicht, daß Sie Jüdin
sind! - Kriege: Tendenz steigend;

Die    Mühlviertler    Hasenjagd;

Würdigung der Pensionistin M.

Urz; Kirche in der NS-Zeit; In

memoriam   E.   Fried.   Klare
Stellungnahmen brachte der SR
auch zur österr. Misere des neuen Staatsoberhauptes: Unser neuer
Bundespräsident ist ein Gerechter!
Der Pflichttäter 1986; Gefühle, die ich nicht will; Über die öffentliche
Verwirtschaftung  der   Sprache;

Sprachregelung 86 usw.

 

Neben der Dokumentation und
Würdigung von neuen regionalen
Projekten, einer   fortlaufenden
Kulturgeschichte der Pflanzen...
brachte der SR Erstveröffent-
lichungen und Nachdrucke von
bedeutender, seltener Literatur, -
aber auch

die das weite Kulturverständnis
und das soziale Engagement des
Verom darstellen: "Leben wir in
einer benachteiligten Region? -
Ermuterung zur Eigenständigkeit; Bilder aus der Bildung; Lehren der
Vergangenheit-Experimente    für
die  Zukunft  (über  die  ländl.
Baukultur); zur Dorf-Erneuerung; Lernen    wir    das    Helfen: Eigenständige Regionalentwicklung als Prophe-
tischer Dienst an der Heimat usw.

Meiner Meinung nach sind Der
SAURÜSSEL      und      sein
Trägerverein mit vielen seiner
Leser/innen  in  diesen  ersten
Jahren mehr und mehr zusammen
gewachsen: Wir spüren, daß wir
alle einander notwendig haben.Wir
könnten weiter in die gemeinsame
Richtung gehen...

Mögen   unsere   Leser   selbst
urteilen, ob es der SAURÜSSEL
gebracht hat, ob er die Zeichen,
unter denen er angetreten ist
aufzunehmen und in die Tat
umzusetzen    verstanden    hat.
Unsere weitere Zeitungsarbeit en
miniature, wie wir sie befeiben,
hängt aber wesentlich nicht nur
von unserer anhaltenden Freude
am   journalistischen   Tun   ab,
sondern vor allem von seiner
Anerkennung durch unsere Leser: Bleiben   Sie   uns   gewogen,
verbreiten, abonnieren Sie unseren SAURÜSSEL!

 

Das also ist die Geschichte unseres Saurüssels:

Mitarbeiter und Redaktionsmitglieder, oben im Text ja auch erwähnt, waren:

Gabi Landertinger

Ernst Matscheko

Gerhard Pilz = Bütz

Herbert Roth

Maria Arnreiter

Brigitte Menne

Jutta Mitter

Klaus Wolfinger

Hubert Sigl

Joe von der Weiden

Andreas Höllinger

Alois Reiter

Maria Honsig

Heinz Duy

Bernhard Heindl

sowie einige weitere, die aber meist nur für einen kürzeren Zeitraum dabei waren oder eben nur einen Artikel verfaßt haben

 

 

Ich selbst habe mich in dieser Jubiläumsnummer wie folgt beschrieben:

 

 

geboren im Winter, was mir das Geburtstagsfeiern im Freien erschwert.

Melke 10 Milchschafe und vermarkte alles selbst und direkt, was nicht heißt,

daß ich nicht schon anderes gemacht habe. Verheiratet, 3 Kinder,

15 Schafe, 20 Hühner, 50 Karpfen, 1 Katze, Hund gestorben.

Zum Verdruß diverser Lokal"größen" habe ich es nicht nur beim

Schreiben belassen. Hobbys: Politik, Bier, Frank Zappa

 

 

Ein Wenig hat sich also doch verändert mit den Jahren.

 

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matsch ernst 2004