The MUB

                          "Mitten unter Banditen"


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CLEAN YOUR MIND BEFORE YOU HEAR THIS RECORD

MAKE A MEDITATION OF ZEN-BUDDHISM THRU SOME HOURS

THEN TRY TO HEAR SOMETHING LIKE KARL-HEINZ STOCKHAUSEN

WAIT HALF AN HOUR

NOW YOU ARE READY FOR MUB

 

 
1982 -1985

 

ein wilder Versuch, Freiheit zu leben und in Musik zu fassen, bis an die Grenzen und darüber hinaus, oft auch mit untauglichen Mitteln, ein Versuch eben....

 

Achim, Zio,Joe, Dita, Matsch,Sabine, David ('85) 

 

The Mub waren die Nachfolgegruppe von Ixthuluh. Nach dem Auseinanderbrechen der Kollektiv Ixthuluh hatten Paula und ich den Hof alleine übernommen, wir waren auch die einzigen der Ex-Ixthuluhs, die das finanzieren konnten. 1982 lernte ich dann Joseph Meitz, der damals in der Nähe (in Krondorf bei Hühnergeschrei) auf einem Bauernhof wohnte, kennen. Und Joe Schinagl, einen Fernmeldetechniker, der kein Fernmeldetechniker mehr sein wollte und Achim Berressem, einen Deutschen, der im Mühlviertel gestrandet war. Wir beschlossen, zusammen Musik zu machen. Das Instrumentarium rührte zu Tränen, und das musikalische Potential ebenfalls. Was dem Spaß an der Freud keinen Abbruch tat. Es war der reine Underground.

Wir haben dann mehr und mehr miteinander gespielt, und vor allem der Joe und Achim haben sich sehr engagiert und haben sich musikalisch entwickelt. Als zusätzliches Mitglied ist dann noch Ernst Lorenz mit seinem Sax und Percussion zur Gruppe gestoßen.

 

 

 Foto: Joe Schinacko

 

Wir spielten bei uns im Haus, was erstens naturgemäß mit Geräusch verbunden war und zweitens mit Aufräumen, was meist meiner Frau Paula blieb.

Im Herbst 82 kam mein Ex-Ixthuluh-Compagnon Dita mit seiner Sabine auf Besuch. Er litt zwar etwas unter unserer Musik, war er doch der einzige, der einen geraden Ton spielen konnte. Aber er bzw. sie beide bekamen doch wieder Gusto, und es dauerte nicht lange, so wohnten sie in der Nähe und die Mub waren komplett. (wir hatten ab dieser Zeit jedenfalls wieder einen e-Bass, bisher hatte Joseph mit der Tuba den Bass geblasen, was bisweilen zu dicken Lippen geführt hat !)

 

Dilettanten oder Kult ? Oder war es Anarchie, wie die Stapo vermutet hat ?

Nichts davon. Diese Musik war nicht von dieser Welt.

Gespielt und aufgenommen mit einem Equipment,

das Dir das Wasser in die Augen treibt

 

 

 

 

 

live at will more

 

das ist der erste Tonträger

ein Dokument fragwürdiger Qualität, aber das Zeugnis hemmungsloser Schaffenskraft 

 

 

Mub cover

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 Ein paar Soundproben aus der allerschrägsten Phase......

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Höchster Alarm.mp3 (800 kB, 128KBit)

frogs.mp3 (556 kB, 128 kBit)

buena, buena.mp3 (2.763 kB, 128 kBit)

fucking old stereo delay (1.198 kB, 128 kBit)

 

 © 1983

 

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this are only specimens of our soundwork... 

the complete  CD in 192 KBit-quality you will find in the MUB-download section

 

 

 


Im Sommer 1983 wurde es Paula dann aber zu bunt. Mit den 2 kleinen Kindern und der mehr oder weniger ständigen Anwesenheit der Musiker im Haus wurde es ihr einfach zu viel. So mußten wir uns einen anderen Spielort suchen. Den fanden wir in der Ortschaft Krien in Putzleinsdorf, ein alleinstehendes Häusl am Straßenrand, das vor uns schon von Bekannten bewohnt wurde, die dort ein paar Ziegen hielten und Fellpatscherl nähten.

Dieses Haus wurde unserer Proberaum und Festivalhaus. Wir mußten nämlich (fast) niemals zu irgendeiner Veranstaltung ausrücken, die Besucher kamen immer zu uns !

Wir hatten ein ewiges Heimspiel.


                                  the music was...    

 

 

drive Autodrome

 

 



 ...forget, what you ever have known about music

 

Unser zweiter Tonträger, gegenüber den Aufnahmen aus '83 schon fast kommerziell glattgeschliffen - zumindest für den Kenner klar erkennbar !

Wenngleich die immergleichen Kritiker bis heute der Meinung sind, daß das NICHT ! Kunst war. Ich diskutiere das garnicht.

Es war uns sowieso egal, was es war, es war jedenfalls anders.

Wir waren auch anders. Zumindest haben wir das so gesehen.

 

Aufgenommen noch immer auf dem Cassettendeck. Nur das bespielte Equipment wurde langsam besser.

 

Foto: Joe Schinacko

 

Entweder durch immer wieder neu geliehene Neuerfindungen aus dem Musikgeschäft oder durch größenwahnsinnige Erwerbungen wie ein Simmons SDS7.

Und wir sind auch keineswegs vor Forschungsanlagen zurückgeschreckt, wie unsere selbstgebaute drum-machine - eine commodore c64-Brotdose mit einem bernsteinfarbenen Monochromschirm, eingebaut in ein Sperrholz-flighcase! mit den Ausmaßen eines kleinen Kleiderschrankes - beweist. Damit habe ich erfolgreich das Simmons angetriggert.

 

 

cover forget

 

 

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Diese Ausschnitte sind Kostproben des Tonwerkes.

Der geneigte Downloader wird dringend ersucht, sich an die Betriebsanweisung zu halten. Studieren Sie sorgfältig den Beipacktext !

 

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juicy fruits.MP3 (950 kB)

aoouuum.MP3 (2.463 kB)

original grenzland delay.MP3 (1.347 kB)

clouds over krien.MP3 (1.025 kB)

mühlkreisbahn.MP3 (1.233 kB)

sunday in august.MP3 (1.731 kB)

bombay, sidney, retour (899 kB)

             

© 1984/85

 

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this are only specimens of our soundwork... 

WARNING !

the complete  CD in 192 KBit-quality you will find in the MUB-download section




The MUB haben sich im Herbst 1985 aufgelöst.

Aus Joe, Dita und Achim wurde Zentrix, aus Zentrix wurde nichts.

Ernst Lorenz ist im Indischen Ozean geblieben, Ernst Matscheko im Mühlviertel.

Sabine wurde Oppeneiger, und später Mutter

Joseph Meitz programmiert in Wien.

Die Kinder sind erwachsen.

 

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17  years  later   (2002)

Nachwort

The MUB waren der musikalische Arm der Gruppe. Wir haben aber auch noch allerlei andere auch seltsame Dinge angestellt. Ich habe mich zu der Zeit vor allem mit der Erzeugung von Schafkäse beschäftigt und es darin auch zu einer gewissen Meisterschaft gebracht.

echter Schafkaese

Wahrscheinlich würde ich das heute noch machen, ware damit einigermaßen das Geld zu verdienen, das man mit anderer "bezahlter Arbeit" verdienen kann. Ich habe allergrößte Hochachtung vor all den (Berg)bauern hier im Mühlviertel - aber natürlich auch anderswo - die sich diese Arbeit heute noch antun.

Die unglaubliche Ignoranz, mit der sich der Städter über die Arbeit des Bauern stellt und sich diesem stets überlegen fühlt, führt zur unwiederbringlichen Zerstörung weiter Kulturbereiche. Aber ich werde es leider nicht ändern (können).

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Und ich habe mich - ich glaube es war 1984 - einer Gruppe von Leuten angeschlossen und mit Ihnen eine Zeitung gemacht: den "Mühlviertler Landbote, Der Saurüssel"

und hier gehts zum Saurüssel

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